Toskana: abseits von Florenz und Siena

Landschaft Toskana, ItalienDie Toskana ist eine der beliebtesten Reiseziele von Italien-Urlaubern – nicht nur wegen der Renaissance-Stadt Florenz oder der charmanten Mittelalter-Stadt Siena, sondern auch aufgrund der sanften Hügellandschaften, die aus Weinbergen, Olivenhainen und nebeneinandergereihten Zypressen bestehen, und der paradiesischen Sandstrände am Ligurischen sowie Tyrrhenischen Meer. Gleichzeitig verfügt die Region abseits der städtischen Hochkaräter Florenz und Siena über viele andere kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Drei von ihnen stellen wir Ihnen hier vor:

Montepulciano

In der Südtoskana ist Montepulciano immer noch ein richtiger Geheimtipp. Die rund 14.000 Einwohner große Stadt liegt auf einem ca. 600 m hohen Bergrücken und blickt von dort auf die malerisches Landschaft des Val di Chiana, einem 100 km langen Flusstal. Die Stadt selbst ist für den Weinanbau bekannt – und zwar für den Vino Nobile di Montepulciano, nicht zu verwechseln mit dem Montepulciano d’Abruzzo. Gleichzeitig ist die Stadt ein architektonisches Juwel. Die Stadt präsentiert sich zum größten Teil mit Gebäuden aus der Renaissance, die von einer mächtigen Stadtmauer geschützt werden. Noch älter sind die Burg aus dem 14. Jahrhundert, das Palazzo Pubblico, sowie das Portal der Kirche Santa Maria aus dem 13. Jahrhundert.

Abbazia San Galgano – eine alte Klosterruine

Etwa 35 km südwestlich von Siena befindet sich die Klosterruine Abbazia San Galgano aus dem 12. Jahrhundert. Die Überreste des gotischen Sakralbaus schmiegen sich harmonisch in die Landschaft und bieten Besuchern einen umwerfenden Anblick. Von dem einstigen Kloster stehen heute nur noch die Mauern, das Dach ist komplett eingestürzt, weshalb der Boden mit Gras bewachsen ist. Wenn heutzutage die Sonnenstrahlen durch die Sitzbogenfenster auf die Säulen des Kloster fallen, wird die Ruine von einer geheimnisvollen Atmosphäre umgeben. Auch nachts wird das Kloster aufwendig beleuchtet und bietet einen besonderen Anblick.

Pitigliano – die Stadt aus Tuffstein

Pitigliano, ebenfalls im Süden der Toskana, hat vor allem aufgrund seiner Lage große Berühmtheit erlangt. Die Stadt liegt nämlich auf einem riesigen Tuffstein-Felsen. Das allein ist aber nicht alles, warum die Stadt einen Besuch wert ist. Selbst ein Großteil der Gebäude wurde aus Tuffstein gebaut, einige von ihnen wurden sogar direkt aus dem Stein gemeißelt. Aufgrund dessen sieht Pitigliano wie eine Sandstadt aus. Schlendert man durch die engen Gassen der Stadt entdeckt man einige sehenswerte Gebäude, darunter den Herrschaftssitz der Orsini-Familie, der Palazzo Orsini, in dem heute zwei Museen („Museo di Palazzo Orsini“ für sakrale Kunst und das „Museo civico archeologico“ für archäologische Funde) untergebracht sind. Außerdem befinden sich in der Stadt viele kleine Kunsthandwerkläden und urige Restaurants. Im September eines jeden Jahres werden die Gassen von einem bunten Treiben erfüllt. Dann findet das traditionelle Weinfest „Festa delle Cantine“ statt.

„Museo di Palazzo Orsini“ (Eintritt 4 Euro) zeigt sakrale Kunst aus der Gegend, das kleinere „Museo civico archeologico“ (Eintritt 3 Euro) archäologische Funde aus der Etruskerzeit.

 

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