Die fünf berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Berlin

Bewegend und beeindruckend, das ist die Geschichte von Deutschlands Hauptstadt. Zum einen war Berlin im 18. und 19. Jahrhundert der Mittelpunkt preußischen Prunks, an den noch heute zahlreiche prunkvolle klassizistische Bauwerke erinnern. Zum anderen wurden viele Teile der Stadt während des II. Weltkrieges zerstört, wobei auch die spätere Teilung das Stadtbild Berlins stark beeinflusst hat. Wer heutzutage in Berlin zu Gast ist, der erlebt eine lebendige Metropole mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aus alten und neuen Zeiten sowie einem unvergleichlichen Kultur-Mix. top-sehenswuerdigkeiten-berlin

Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor am Pariser Platz ist definitiv das Wahrzeichen der Stadt. Es wurde zwischen 1788 und 1791 auf Anordnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans erbaut und sollte der Prachtstraße Unter den Linden als würdiger Abschluss dienen. Im Jahre 1793 folgte dann die Installation der berühmten, von Johann Gottfried Schadow entworfenen, Quadriga. Obwohl sie nach der Niederlage Preußens 1806 von Napoleon nach Paris gebracht wurde, fand sie acht Jahre später, nach dem Sieg der Allianz, ihren Weg wieder zurück auf das Brandenburger Tor.

Im Zuge des II. Weltkrieges wurden das Tor und die Quadriga hingegen so stark beschädigt, dass Letztere während der Rekonstruktion des Tores entsorgt und anschließend ersetzt werden musste.

Bis 1989 war das Monumentalbauwerk schließlich das Zeichen für die Teilung der Stadt und fristete rund 30 Jahre lang ein isoliertes Dasein. Erst nach der Wiedervereinigung wurde das Brandenburger Tor zum Nationalsymbol der Einheit und ist seitdem einer der vielen Touristenmagneten Berlins.

Fernsehturm

Obwohl der Fernsehturm auf eine verhältnismäßig kurze Geschichte zurückblicken kann, ist diese nicht weniger bedeutend. In den 60er Jahren wurde er nämlich von der DDR-Führung errichtet und das vor allem, um die Stärke des sozialistischen Gesellschaftssystems zu betonen. Doch sein Bau gestaltete sich etwas schwierig, denn was fehlte, war der richtige Standort.
Dass der Fernsehturm seinen Platz in der Nähe des Alexanderplatzes bekam, hat er zwei verworfenen Plänen zu verdanken. Ursprünglich sollte der Fernsehturm, der dem Senden des DDR-Fernsehens dienen sollte, nämlich in den Müggelbergen errichtet werden, was durch die Einflugschneise des geplanten Schönefelder Flughafens gar nicht möglich war.

Der zweite Plan, der überhaupt nichts mit dem Bau des Fernsehturms zu tun hatte, war die Errichtung eines Regierungs-Hochhauses im Zuckerbäckerstil  und zwar an dem Ort, an dem einst das Berliner Schloss stand. Obwohl auch dieser Plan nicht in die Tat umgesetzt wurde, fasste man stattdessen einen neuen Entschluss und plante den Bau des Fernsehturms direkt neben dem Alexanderplatz. Das Staatsoberhaupt der DDR Walter Ulbricht sagte dazu angeblich: „Nu, Genossen, da sieht man’s ganz genau: Da gehört er hin.“

Der Fernsehturm stellt heute, gemeinsam mit dem Brandenburger Tor, ein Zeichen für das wiedervereinigte Deutschland dar.

Museumsinsel

Direkt im Herzen Berlins befindet sich mit der Museuminsel ein europaweit herausragender Museumskomplex, der im Jahr 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Fast 100 Jahre dauerte es, bis zwischen der Spree und dem Kupfergraben ein beeindruckendes Gebäude-Ensemble entstand, das heute aus fünf Museen besteht, die interessante Ausstellungen von der Vor- und Frühgeschichte über die Antike bis um 1900 beherbergen und darüber hinaus auch ägyptische sowie Vorderasiatische Sammlungen präsentieren.
Dabei begann die Geschichte der Museumsinsel bereits im Jahr 1825 und zwar mit dem Bau des Alten Museums nach der Vorgabe von Karl Friedrich Schinkel. Fünf Jahre dauerte von dort an die Errichtung des klassizistischen Gebäudes, in dem sich heute die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin befindet. Gemeinsam mit dem Berliner Dom dominiert das Alte Museum den Lustgarten, der gerade im Sommer ein wunderschöner Platz zum Verweilen ist.

Zwischen  1843 und 1855 folgte dann der Bau des Neuen Museums und zwar nach den Vorstellungen des Architekten Friedrich August Stüler. Die Museumsstätte beherbergt neben dem Ägyptischen Museum und der Papyrussammlung auch das Museum für Vor-und Frühgeschichte. Das Aushängeschild des Museums ist die legendäre Büste der Nofretete.

Direkt neben dem Neuen Museum befindet sich mit der Alten Nationalgalerie ein weiteres Gebäude des Baumeisters Stüler, das sehr an einen antiken Tempel auf einem hohen Sockel erinnert. Das Haus, das zwischen 1867 und 1876 errichtet wurde, ist vor allem für seine Malereien und Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert bekannt.

An der Nordspitze der Museumsinsel befindet sich das zwischen 1898 und 1904 errichtete Bode-Museum von Ernst von Ihne. Seine Ausstellungen widmen sich ebenfalls der Malerei, wobei die Sammlungen seit 2006 Skulpturen und Gemälde der ausgehenden Antike bis zum 18. Jahrhundert umfassen.

Zu guter Letzt ist dann noch das Pergamonmuseum mit Altar zu nennen, das nach den Vorstellungen von Alfred Wessel zwischen 1907 und 1930 errichtet wurde. Das Museum präsentiert archäologische Funde aus der Antike sowie Vorderasien und verfügt darüber hinaus über den berühmten rekonstruierten Pergamonaltar.

Berliner Dom

Direkt neben dem Alten Museum befindet sich der prächtige Berliner Dom, ein weiteres Highlight Berlins.
Beeindruckend ist vor allem die Geschichte, auf die der Dom zurückblickt, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. So begann bereits 1465, mit der Erhebung der St. Erasmus-Kapelle im kurfürstlichen Schloss zu Cölln an der Spree zum Kollegialstift, die Geschichte eines auf der Museumsinsel liegenden Doms.

Im Jahr 1535 wurde unter dem Kurfürsten Joachim II. dann die südlich des Schlosses gelegene Dominikanerkirche zur neuen Hofkirche umgebaut. Die Backsteinkirche wurde unter anderem mit fürstlichen Grabstätten sowie einem Glockengeläut ausgestattet und anschließend im Jahr 1536 eingeweiht.

Als die Backsteinkirche jedoch baufällig wurde, ließ Friedrich der II. am heutigen Standort des Doms zwischen 1747 und 1750 einen barocken Neubau errichten und den alten Dom nach der Überführung der kurfürstlichen Särge aus der Gruft abreißen.
Im Jahr 1822 wurde der Dom dann nach den Vorstellungen Karl Friedrich Schinkels sowohl im Inneren als auch von Außen im Sinne des modernen Klassizismus umgestaltet.

Doch der Dom reichte nicht für die Repräsentationsansprüche der Monarchie aus und spätestens nach der Reichsgründung wurde der Ruf nach einem repräsentativen Gotteshaus immer größer.

Unter Wilhelm II. wurde der Schinkel-Dom nach zahlreichen Vorschlägen schließlich abgerissen und der Bau eines neuen Doms nach den Plänen des Architekten Julius Raschdorff in Auftrag gegeben. So entstand der Berliner Dom, der trotz erheblicher Schäden während des II. Weltkriegs sein Erscheinungsbild bis heute nur wenig verändert hat.

Heutzutage ist der Dom in seiner markanten Gestalt ein Muss für jeden Kirchenliebhaber, denn die Tauf- und Traukirche, das Kaiserliche Treppenhaus, die Hohenzollerngruft, das Dommuseum sowie die Predigtkirche sind besonders sehenswert.

Schloss Charlottenburg

Ein weiteres sehenswertes Highlight ist in Berlin das Schloss Charlottenburg im gleichnamigen Ortsteil.  Es wurde nach den Plänen von J. Arnold Nering zwischen 1695 und 1699 erbaut und sollte anfangs der Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III. als Garten- und Lustschlösschen dienen. Nachdem Friedrich I. 1701 jedoch zum ersten König in Preußen gekrönt wurde, ließ man das Schloss nach Versailler Vorbild umbauen. So wurde unter anderem der Mittelbau mit den elf Fensterachsen um einen prächtigen Seitenflügel ergänzt. Weiterhin entstand der Ehrenhof und es wurde die auffällige Kuppel installiert. Nach dem Tod des Königs und dessen Frau, wurde der Ausbau erst unter Friedrich dem Großen fortgesetzt, sodass dem Schloss als Nächstes der Neue Flügel im Osten hinzugefügt wurde. Eine letzte Ergänzung erfuhr das Schloss dann im Jahr 1791 und zwar in Form des Schlosstheaters, das von Carl Gotthard Langhans entworfen wurde.

Heute ist das Schloss Charlottenburg die bedeutendste und größte Hohenzollernresidenz in Berlin. Für Besucher sind vor allem der prächtige Barockgarten und der anschließende Landschaftspark interessant, denn diese sind von beeindruckenden Architekturen geschmückt. Außerdem lohnt sich ein Besuch der prunkvollen Räume und Säle, denn diese beherbergen eine sehenswerte Sammlung französischer Malereien aus dem 18. Jahrhundert.

 

 

 

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