LKW-Maut in Österreich

Seit dem 1. Januar 2004 schon gilt für Kraftfahrzeuge, die auf den Autobahnen und Schnellstraßen Österreichs unterwegs sind, die Mautpflicht. Diese ist von Haltern von Lkws, Bussen und schwere Wohnmobilen zu entrichten, deren Fahrzeuge das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 t überschreiten.

365690_web_R_K_B_by_Karl-Heinz Liebisch_pixelio.deDamit es auf Österreichs Straßen jedoch nicht zum unnötigen Zeitverlust und zähem Verkehr kommt, wurde ein spezielles Mautsystem entwickelt, das „multi-lane free-flow-Mautsystem“. Dieses wurde 2002/2003 innerhalb von nur 18 Monaten flächendeckend errichtet und sorgt dafür, dass eine vollelektronische Mautabrechnung möglich ist. Das System funktioniert zum einen mit der sogenannten GO-Box und zum anderen über die Erfassung mit Empfangsbrücken (Mautportal) entlang der Autobahnen.

Ein Vorteil dieses Systems ist, dass es außerdem in die seit 2013 eingeführte EU-weit harmonisierte Mauterhebungstechnologie eingebettet ist.
Außerdem ist mit der Montage der GO-Boxen nur ein geringfügiger Aufwand verbunden. Damit die GO-Box fehlerfrei mit dem Mautportalen kommunizieren kann, muss man die GO-Box zwischen der Fahrzeug- und der Lenkradmitte ankleben und das mind. 10 cm oberhalb des Scheibenwischers sowie mind. 30 cm unterhalb der Oberkante der Windschutzscheibe. Außerdem sollte der Montagebereich in einem Umkreis von 10 cm frei von Gegenständen sein und nicht im Tönungsstreifen liegen (Die GO-Box verfügt übrigens über eine eigene Stromversorgung, die auf fünf Jahre ausgelegt ist).

Neben der Installation der GO-Box ist auch ihre Bedienung mit nur wenig Aufwand verbunden. Vor Fahrtantritt muss der Fahrer lediglich die Gesamtzahl der Achsen des Lkws, des Anhängers oder des Busses durch einen Tastendruck einstellen. Beim Passieren der Mautportale informieren Signaltöne über die jeweiligen Transaktionen. Während bei einem kurzen Signalton die Transaktion erfolgreich war, bedeutet kein Signalton Gegenteiliges. Bei Unklarheiten sollte man sich an das Service Center wenden.
Bei zwei kurzen Signaltönen war die Transaktion zwar erfolgreich, dennoch kündigen sich mögliche Probleme an: Das Pre-Pay-Guthaben geht zu Ende, eine Datenänderung ist notwendig, die GO-Box muss getauscht werden oder eine Frist läuft in Kürze ab.

Vier kurze Signaltöne bedeuten, dass die Transaktion ebenfalls nicht in Ordnung war, sodass die Maut an einer Go Vertriebsstelle innerhalb von 5 Stunden und 100 km entrichtet werden muss.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top