Mietwagen im Urlaub: Was ist neu in 2019?

Urlaub mit dem MietwagenAuch in diesem Jahr gehört ein Mietwagen für viele Reisende zum Urlaub dazu. Schließlich kann man so bequem und ganz individuell das Urlaubsland entdecken, das Gepäck transportieren oder mit der ganzen Familie den abgelegenen Strand erreichen.

Da sich die Verkehrsvorschriften in den Urlaubsländern hin und wieder ändern, sollte man sich unbedingt vor der Reise über Neuerungen informieren. Einige dieser Neuerungen haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Mallorca-Urlauber aufgepasst

Nach wie vor ist Mallorca die Lieblingsinsel der Deutschen und aus gutem Grund buchen viele Urlauber nicht nur Flug und Hotel, sondern auch einen Mietwagen für den Mallorca-Urlaub. Schließlich ist man so bequem und flexibel unterwegs zum Strand, zum Einkaufen oder ins Tramuntana-Gebirge.

Weniger Mietwagen auf Mallorca

Auf Mallorca werden im Sommer 2019 deutlich weniger Mietwagen zur Verfügung stehen als in den Vorjahren. Der Präsident des balearischen Mietwagenverbandes Aevab geht davon aus, dass zwischen April und Oktober diesen Jahres auf Mallorca etwa 16.000 Autos weniger als im Vorjahr zur Verfügung stehen.

Mit großen Engpässen müssen Urlauber deshalb nicht rechnen. Zum einen sprechen die Buchungszahlen bisher dafür, dass in diesem Jahr weniger deutsche und britische Urlauber ihre Ferien auf den Balearen verbringen werden. Somit ist nicht nur das Angebot sondern auch die Nachfrage geringer als in den Vorjahren. Zum anderen herrschte auf Mallorca in der Vergangenheit die meiste Zeit des Jahres ein Überangebot an Mietwagen.

Es ist davon auszugehen, dass die Preise für Mietwagen auf Mallorca im Vergleich zu den Vorjahren etwas höher sein werden. Wer in der Hauptsaison (während der Sommerferien in Deutschland und Großbritannien) ein Auto auf Mallorca mieten möchte, sollte auf jeden Fall rechtzeitig buchen um am Ende nicht ohne Leihwagen dazustehen. Das gleiche gilt für etwas größere Autos, die deutlich rarer sind als Kleinwagen. Kombis, Vans und Busse sollten immer mit einigem Vorlauf reserviert werden.

Neue Vorschriften für Mietwagen in der Gemeinde Calvià

In der Gemeinde Calvià im Südwesten von Mallorca gilt ab sofort eine neue Vorschrift: die Mietwagenfirmen dürfen ihre nicht vermieteten Fahrzeuge nicht mehr an den öffentlichen Straßen abstellen. Das betrifft zum Beispiel den beliebten Ferienort Peguera.

Urlauber haben mit dieser Vorschrift an und für sich natürlich wenig zu tun – sie haben das Auto ja gemietet. Damit die mallorquinischen Beamten allerdings erkennen können, ob es sich um ein vermietetes Auto handelt oder nicht, muss bei parkenden Mietautos ein Papier hinter der Windschutzscheibe befestigt werden, aus dem die Laufzeit des Mietvertrags hervorgeht. Darauf zu achten ist dann die Aufgabe der Mieter und Mieterinnen.

Neue Fähre nach Mallorca

Wer Mallorca ohne Flugreise erreichen möchte, kommt ab Juni 2019 schneller auf die Insel. Dann startet die Fährgesellschaft Amras nämlich eine neue Speedfähre zwischen dem spanischen Festland und den Baleareninseln Ibiza und Mallorca. Von Gandía (das liegt zwischen Valencia und Alicante) bis Mallorca ist man dann – inklusive Halt vor Ibiza – fünfeinhalb bis sechs Stunden unterwegs. Auf dem Schiff gibt es dann nicht nur Platz für Menschen, sondern auch für Autos.

Kindersitze mit Alarm in Italien

In Italien gelten ab Juli neue Vorschriften für Kindersitze. Kinder im Alter bis zu 4 Jahren benötigen dann einen Sitz, der mit einem Alarm ausgestattet ist. Dieser Alarm soll verhindern, dass das Kind im Auto vergessen wird. Der Anlass für diese Gesetzesänderung ist leider ein sehr trauriger: in den vergangenen Jahren starben in Italien mehrere kleine Kinder, die eine zeitlang allein im Auto gelassen wurden.

Wer ab Juli in Italien mit einem Kindersitz erwischt wird, der nicht den neuen Vorschriften entspricht, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 81 Euro bis 326 Euro rechnen. Außerdem werden dem italienischen Punkteystem* entsprechend 5 Punkte abgezogen. Wer ein zweites Mal innerhalb von zwei Jahren mit dem falschen Sitz angetroffen wird, dem droht zusätzlich ein Fahrverbot.

Urlauber sind von der neuen Vorschrift kaum betroffen. Sie gilt nur für in Italien zugelassene Fahrzeuge. Reist man mit dem eigenen Auto aus dem Ausland an, kann man also weiterhin die Kindersitze ohne Alarmsignal nutzen. Ohne Kindersitz geht es allerdings nicht (wenn Kinder im Auto sind), dann drohen auch den ausländischen Verkehrsteilnehmern Strafen.

Anders sieht es aus, wenn ausländische Italienurlauber in Italien einen Mietwagen abholen. Die Leihfahrzeuge sind dann in Italien zugelassen, somit greifen die neuen Vorschriften. Wer sich nicht extra einen neuen Kindersitz kaufen möchte, kann und sollte bei der Autovermietung einen solchen Sitz hinzubuchen. Wichtig ist, dass dem Vermieter vorab das richtige Alter des Kindes mitgeteilt wird, damit für kleine Kinder auch wirklich ein Sitz mit Alarmsignal bereit steht.

Ganz unabhängig von Kindersitzen und Alarmsignalen sollte man Kinder (und auch Haustiere) nie allein im Auto zurücklassen, schon gar nicht im Sommer. In der Sonne heizen sich geparkte Autos schnell auf, so dass im Fahrzeuginneren Temperaturen von mehr als 50° C erreicht werden.

*Das italienische Punktesystem basiert nicht auf „Strafpunkten“ für Fehlverhalten wie das in Deutschland der Fall ist. Stattdessen hat jeder Fahrer und jede Fahrerin ein Punkteguthaben von 20 Punkten. Von diesem Guthaben werden dann die Strafpunkte abgezogen. Wird das Punktekonto innerhalb eines Jahres geleert, folgen 2 Jahre Fahrverbot. Werden innerhalb von 2 Jahren alle 20 Punkte abgezogen, dann dauert das anschließende Fahrverbot 1 Jahr. Für ausländische Fahrer gilt das italienische Punktesystem in der Regel nicht.

Stau rund um Kufstein (A93)

Rund um das Autobahndreieck Inntal auf der A93 in Richtung Kufstein muss man in diesem Jahr immer wieder mit Stau rechnen. Grund dafür ist, dass das österreichische Bundesland Tirol einen LKW-Stau auf der Inntalautobahn A13 und rund um Innsbruck vermeiden möchte. Seit 2017 wird durch die Behörden in Tirol deshalb an bestimmten Tagen eine LKW-Blockabfertigung durchgeführt. Dazu wird in Höhe der Autobahnabfahrt Kufstein-Nord (A12) eine sogenannte Dossierstelle eingerichtet. Diese Stelle dürfen dann pro Stunde nur 250 LKW passieren. Alle weiteren LKW müssen warten und blockieren dann (zum Teil über mehrere Kilometer) eine Fahrspur. Da für alle anderen Fahrzeuge Richtung Tirol dann ebenfalls nur noch eine Fahrspur zur Verfügung steht, kommt es hier zu Stau. Die Auswirkungen reichen oft bis auf die A8 zurück.

Die Termine für die Blockabfertigung liegen meist kurz nach Feiertagen in Deutschland – sie sind im Internet z.B. auf den Seiten des ADAC zu finden. Wer also rund um Ostern, Pfingsten, Himmelfahrt usw. im Bereich Kufstein unterwegs ist, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Fazit: um einen Stau in Österreich zu vermeiden wird ein Stau in Deutschland provoziert oder doch zumindest in Kauf genommen.

 

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