Pisa – mehr als nur schief

Pisa
Pisa

Pisa ist eine lebendige Studentenstadt und lockt jährlich unzählige Touristen an. Trotzdem ist sie eine der Städte in der Toskana, die sich ihren ursprünglichen Charme erhalten konnte. Vier historische Stadtviertel, verwinkelte Gassen und die typischen im Pisaner Gelb gestrichenen Häuser erstrahlen immer noch im alten Glanz und sorgen für eine unvergessliche Atmosphäre.

Und wie sollte es anders sein, in Pisa führt selbstverständlich kein Weg an dem Wahrzeichen, dem Schiefen Turm von Pisa, vorbei. Der als Glockenturm (Campanile) geplante Turm ist das berühmteste schiefe Gebäude der Welt und steht seit 1987 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Nach mehrmaligen Baumaßen, die der Stabilisierung des Turmes dienten, können Besucher seit 2001 wieder den Turm besichtigen. Wer jedoch glaubt, dass der Schiefe Turm von Pisa die einzige lohnenswerte Sehenswürdigkeit der Stadt ist, der irrt gewaltig. Ebenso faszinierend ist nämlich auch der Dom Santa Maria Assunta, dessen Bau 1063 begann. Das Sakralbauwerk imponiert mit einer elliptischen gotischen Kuppel, die Lupo die Gante und Puccio di Gadduccio 1380 hinzufügten. Die Prunkstücke im Inneren sind die liebevoll dekorierte Kanzel, das Grabmal des Kaiser Heinrichs VII. sowie die Urne des San Ranieri, des Schutzpatrons von Pisa.

Beeindruckend ist auch die zum Dom von Pisa gehörende Taufkirche, die Battistero di Pisa. Sie ist das größte Baptisterium der christlichen Geschichte und wurde zwischen 1152 und 1284 erbaut. Charakteristisch ist ihre Segmentkuppel, die für Besucher über Treppen problemlos zu erreichen ist.

Von hier geht es anschließend in die wunderschönen Stadtviertel von Pisa, denn auch dort gibt es einiges zu entdecken. In dem Viertel Borgo Stretto schlendert man hinter mittelalterlichen Arkaden direkt am Fluss Arno entlang. Sehenswert sind vor allem die gotisch-romanische Kirche San Michele aus dem Jahr 990 sowie zwei weitere schiefe Türme, die sich am südlichen Ende der Via Santa befinden. Weiter geht es in die Altstadt zum Piazza dei Cavalieri, dem einstigen weltlichen Hauptplatz der Stadt. Der „Platz der Ritter“ ist gerade architektonisch ein absolutes Highlight, denn er ist von wundervollen und imposanten Bauwerken wie beispielsweise dem Palazzo dei Cavalieri, dem Palazzo dell’Orologio und der Kirche Santo Stefano dei Cavalieri umgeben.

Foto: Matthias Mittenentzwei / pixelio.de

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