Unter den Linden – vom Reitweg zum Pracht-Boulevard

Wegweiser Unter den Linden BerlinIm Herzen von Berlin Mitte liegt Unter den Linden, die Prachtstraße Berlins. Sie ist mit ihren Geschäften, Hotels, Restaurants und Cafés ein beliebter Anlaufpunkt. Zudem reihen sich auf ihr viele beeindruckende Sehenswürdigkeiten aneinander. Dabei war der Beginn der Straße alles andere als glanzvoll. So war die Straße Unter den Linden im Jahr 1573 lediglich ein Reitweg, der den Berliner Garten mit dem Stadtschloss verband. Erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden im Zuge der königlichen Prachtentfaltung das Zeughaus, die Friedrichstadt, das Prinzessinnenpalais, das Kronprinzenpalais und das Opernhaus gebaut. Ebenso das Palais für Prinz Heinrich, in dem heute die Humboldt-Universität untergebracht ist. Der Berliner Dom im wilhelminischen Stil folgte schließlich Ende des 19. Jahrhunderts.

Der 2. Weltkrieg – das Ende von Glanz und Gloria

Nach dem 2. Weltkrieg war von der Prachtstraße nicht viel übrig geblieben – lediglich das Stadtschloss blieb erhalten. Da das Gebäude jedoch ein Ausdruck des preußischen Absolutismus war, wurde es im Jahr 1950 abgerissen. Alle anderen Gebäude wurde ab 1958 allmählig wieder aufgebaut – und zwar weitestgehend im Stil der 60er Jahre.

Die Prachtstraße heute

Eine zweite Welle des Wiederaufbaus erfuhr der Pracht-Boulveard nach dem Mauerfall. Viele Gebäude wurden restauriert, einige sogar neu gebaut. Wer heute auf der Straße Unter den Linden entlangspaziert, der entdeckt viele interessante Gebäude – unverkennbar darunter sicherlich das Brandenburger Tor am Pariser Platz. In unmittelbarer Nähe befinden sich außerdem das berühmte Hotel Adlon sowie die Russische Botschaft. Spaziert man am Nivea-Haus vorbei Richtung Alexander Platz kommt man hingegen am beeindruckenden Hauptgebäude der Humboldt-Universität vorbei – direkt gegenüber befindet sich die berühmte Staatsoper.

Bevor man die Schlossbrücke überquert, kann man links auf die Museumsinsel (Spreeinsel) einbiegen. Auf dieser befinden sich fünf renommierte Museen – das Pergamonmuseum, das Bode-Musem, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie sowie das Alte Museum. Ebenso befinden sich auf der Insel der Lustgarten und der Berliner Dom, von dem man eine fantastische Aussicht auf die Stadt hat. Die wohl jüngste Sehenswürdigkeit der Prachtstraße ist schließlich das neue Berliner Stadtschloss mit alter Fassade. Es soll bis 2019 fertiggestellt werden.

 

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