Was Sie beim Verkehr in Frankreich und Italien beachten sollten!

Mit dem Mietwagen durch die herrlichen Landschaften Frankreichs oder Italiens zu fahren und spontan hier und da in die Atmosphäre der Umgebung einzutauchen ist für viele die Vorstellung eines perfekten Urlaubs. Obwohl in beiden Ländern die Verkehrsregeln im Wesentlichen mit denen in Deutschland übereinstimmen, sollte jedoch beachtet werden, dass es trotzdem gewisse Besonderheiten gibt, die man vor Reiseantritt berücksichtigen sollte.

Frankreich

So werden gerade hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit deutliche Unterschiede deutlich. Auf der zum größten Teil gebührenpflichtigen Autobahn, der sogenannten Autoroute, liegt die Höchstgeschwindigkeit nämlich bei 130 km/h, wobei diese bei Nässe auf 110 km/h reduziert wird.

Für die Schnellstraße, der Route Nationale, liegt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei 90 km/h und bei Nässe bei 80 km/h. Geht die Route Nationale jedoch in eine vierspurige Straße über, dürfen Autofahrer 110 km/h fahren oder bei Nässe nur 100 km/h.

Des Weiteren gilt außerorts auf der Route Départementale, die Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h. Innerhalb französischer Ortschaften sind, wie auch in Deutschland, höchstens 50 km/h erlaubt. Gewisse Besonderheiten gelten in Frankreich auch für Führerscheinneulinge. Dementsprechend dürfen Fahranfänger, die noch keine zwei Jahre ihre Fahrerlaubnis besitzen, außerhalb von Ortschaften maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 110 km/h fahren.

Neben den verschiedenen Tempo-Limits, muss bei unseren französischen Nachbarn schließlich auch die Warnwestenpflicht beachtet werden. Seit dem 1. Juli 2008 muss nämlich in jedem Kraftfahrzeug mindestens eine reflektierende Warnjacke mit dem Kontrollzeichen EN471 vorhanden sein. Diese ist beim Verlassen des Autos nach einer Panne oder einem Unfall immer anzulegen.

Italien

Wie schon in Frankreich, gelten auch in Italien andere Geschwindigkeitsbegrenzungen als in Deutschland. Während auch innerhalb geschlossener Ortschaften nicht schneller als 50 km/h gefahren werden darf, sind auf den sogenannten Staatsstraßen nicht mehr als 90 km/h erlaubt. Auf der italienischen Autobahn liegt die Höchstgeschwindigkeit hingegen bei 130 km/h. Obwohl die Italiener die Geschwindigkeitsbeschränkungen gerne mal ignorieren, sollten Sie es ihnen auf keinen Fall nach machen. Zwar gibt es in Italien weniger Polizeikontrollen als bei uns, aber es gibt sie.

Ausnahmsweise gibt es in Italien dann aber doch Geschwindigkeitsbegrenzungen, die Sie besser nicht beachten sollten. Nicht selten werden Ihnen auf einer Landstraße (90km/h) urplötzlich und ohne weitere Erklärung Schilder mit der Aufschrift 30, 20 oder 10 km/h begegnen. Wenn Sie also keine Massenkarambolage verursachen wollen, sollten Sie lieber nicht auf diese Geschwindigkeiten runterbremsen. Die Schilder weisen lediglich darauf hin, dass dort eine Baustelle ist und Vorsicht geboten ist. Solange die Italiener aber nicht bremsen, müssen Sie das auch nicht.

Ebenso gilt auch in Italien die Warnwestenpflicht, wobei auch hier mindestens eine Pannenweste mitgeführt werden muss. Diese ist meistens gelb oder hat eine andere grelle Farbe sowie reflektierende Streifen. Wird beim Pannenfall das Fahrzeug verlassen, muss die Weste auf jeden Fall getragen werden.

Zum Abschluss muss in Italien dann noch das Abblendlicht außerhalb geschlossener Ortschaften eingeschaltet werden, wobei dies unabhängig von den Wetterbedingungen ist.

Bildnachweis: Thommy Weiss  / pixelio.de, 

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