Wer Urlaub sprechen kann, ist klar im Vorteil! – Reisekatalogsprache verstehen

Bei der Urlaubsplanung steht vielen Erholungssuchenden der altbewährte Reisekatalog zur Seite. Doch beim Blättern durch die erdrückende Anzahl diverser Reisekataloge verliert man schnell den Überblick und vor allem den Blick fürs Wesentliche. Auf jeder Seite erstrahlen Hotel-Resorts, Ferienhäuser und Appartements als wären sie gerade erst eröffnet worden. Eines ist hier wirklich schöner als das andere. Zusätzlich locken unschlagbare Extras, wie beispielsweise all-inclusive-Angebote, die perfekte Lage oder 24-stündige Animations- und Sportprogramme.

Eigentlich müsste der Traumurlaub damit doch gesichert sein. Was viele Urlauber aber nicht beachten, ist, dass die blumige Sprache vielfältig interpretierbar ist. So werden in einigen Fällen manchmal kleine Umschreibungen oder Formulierungen benutzt, damit sich eventuelle Mängel gar nicht mehr so schlimm anhören.

Entsprechend verhält es sich beispielsweise mit der Aussage „Meerseite“. Enthusiasten, die auf jeden Fall ein Zimmer mit Meerblick erwarten, werden vielleicht enttäuscht, denn hierbei ist lediglich garantiert, dass die Gebäudeseite dem Meer zugewandt ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem Versprechen, dass die Hotelanlage über einen „beheizbaren Swimmingpool“ verfügt. Beheizbar bedeutet nämlich nicht automatisch, dass er auch tatsächlich beheizt wird.

Ein weiterer Stolperstein ist das Versprechen „Strandnähe“, nur 15 Minuten bis zum Strand. Die viertel Stunde kann sich nämlich auch auf die Autofahrt dorthin beziehen. Man sollte daher sichergehen, dass es sich um 15 Gehminuten handelt oder ein Shuttle-Service zur Verfügung gestellt wird. Gleiches gilt für die „sehr zentrale Lage“, denn zentral geht meistens auch mit einer erhöhten Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr oder das Nachtleben einher.

Vorsicht ist außerdem bei der Angabe „Geringe Transferzeit“ zwischen Flughafen und Hotel geboten. Das Hotel befindet sich laut dieser Aussage in der Nähe des Flughafens und mit ein wenig Pech sogar direkt in der Anflugschneise.

Wenn die Region zuletzt noch als „aufstrebender Ferienort“ bezeichnet wird, kann das ein Hinweis auf Baulärm sein.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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