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10. August 2017

Staaken – ist das eigentlich noch Berlin?

Ja, ist es – obwohl der Ortsteil zu Spandau gehört und der Stadtteil ja bekanntlich nicht zu Berlin gezählt wird, ist Staaken offiziell ein Teil der Hauptstadt. Der Ortsteil markiert quasi das Tor zu Brandenburg.

Staa(r)ke Geschichte

Zum ersten Mal erwähnt wurde Staaken im März 1273 als Dorf in Stakene. Bis 1872 war das Pfarrdorf Staaken unter der Herrschaft von Spandau, 1920 wurde es nach Groß-Berlin eingemeindet und dem Bezirk Berlin Spandau zugeordnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Ortsteil zwischen den Briten und Sowjets aufgeteilt. Der westliche Teil unterstand der Sowjetunion und gehörte zum Bezirk Potsdam, der östliche Teil sowie Spandau blieben in der Hand der Briten. Die Grenze verlief von Nord nach Süd entlang des Finkenkruger Wegs, des Nennhauser Damms und der Bergstraße. Heute ist der Ortsteil eine Etappe des Berliner Mauerwegs.

Staaken heute

Während der Norden und der Süden von Einfamilienhaussiedlungen und der Gartenstadt Staaken geprägt sind, befinden sich im Osten und in Neu-Staaken hauptsächlich Großsiedlungen. Die Gartenstadt ist jährlicher Austragungsort des Kinder- und Volksfestes, dessen Höhepunkt der berühmte Festumzug ist.

Obwohl Staaken aufgrund seiner schwierigen sozialen Struktur einen eher schlechten Ruf hat, sollte man einen Blick über den Tellerrand hinauswerfen. Ob man will oder nicht, Staaken hat das eine oder andere Highlight zu bieten. So zum Beispiel die Dorfkirche Alt-Staaken. Von außen sieht der Sakralbau eher schlicht aus, im Inneren steht jedoch ein wunderschöner Glasaltar. In der Gegend des Hahnebergs steht dagegen die berühmte Festungsanlage. Sie ist der letzte Festungsneubau Deutschlands. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde die heutige Festungsruine zum Schutz des Rüstungszentrums in Spandau errichtet.

Die Region rund um die Festung ist heute ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Anwohner. Auf dem Hahneberg befindet sich eine Beobachtungskuppel. Eine Sternwarte befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Wer die Landschaft lieber auf dem Rücken eines Pferdes erleben möchte, kann dies ebenfalls tun. In der Umgebung befinden sich einige Reiterhöfe. Alternativ lädt der Bullengrabenweg zwischen Wilhelmstadt und Nennhauser Damm zu einem Spaziergang ein. Da der Weg asphaltiert ist, wird man dort auch vielen Radfahrern und Skatern begegnen.

Auf der Durchreise sind oftmals nur diejenigen, die die Wanderschuhe geschnürt haben oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Staaken ist eine Station des Berliner Mauerwegs, einem rund 160 km Fuß- und Radwanderweg, der zum größten Teil dem früheren Verlauf der Berliner Mauer um West-Berlin folgt. Entlang des Weges befinden sich verschiedene Geschichtszeugnisse sowie zahlreiche Informationsmöglichkeiten zur Geschichte der Berliner Mauer.

Wer in Staaken einen Mietwagen oder Umzugs-Transporter sucht, der wird im benachbarten Berlin Spandau fündig.

 

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